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| FS8: Wie lange dauerte ein Schöpfungstag? |
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AS8:
Über diese Frage ist oft heiß diskutiert worden,
weil zu viele Theorien darüber entwickelt worden sind,
die sich je nach Standpunkt widersprechen. Wir gelangen am schnellsten
zur Antwort, wenn wir zunächst einmal die Anzahl der in
Frage kommenden Informationsquellen klären. Keine der gängigen
Wissenschaften verfügt diesbezüglich über Beobachtungsdaten
oder Fakten, die es zu interpretieren gilt. Die einzige Aussage
hierzu gibt uns Gott in der Bibel, und zwar im Schöpfungsbericht
und in den Geboten vom Sinai.
Der Schöpfungsbericht ist in strenger Chronologie aufgebaut,
wobei die einzelnen Werke an sechs aufeinander folgenden Tagen
ausgeführt wurden. Die Bibel erweist sich auch hier als
ein exaktes Buch (vgl. Satz B80 im Anhang, Teil I), indem sie
bei Verwendung einer physikalischen Einheit auch die zugehörige
Messmethode (1 Mo 1,14) nennt. Damit ist die Länge eines
Tages – auch wissenschaftlichen Ansprüchen genügend
– genau definiert: Es ist jener geoastronomische Zeitabschnitt,
der durch die Rotationsdauer der Erde festgelegt ist, und das
sind 24 Stunden. In den Zehn Geboten vom Sinai begründet
Gott die sechs Arbeitstage und den Ruhetag des Menschen mit
dem Hinweis auf die Schöpfungswoche: „Sechs Tage sollst du arbeiten …, aber am siebenten Tage ist der Sabbat
des Herrn, deines Gottes, da sollst du kein Werk tun …
Denn in sechs Tagen hat der Herr Himmel und Erde gemacht und
das Meer und alles, was darinnen ist und ruhte am siebenten
Tage“ (2 Mo 20,9-10). In Anlehnung an die Evolutionslehre
wird gelegentlich versucht, die Schöpfungstage als lange
Perioden umzudeuten. Dabei wird das Psalmwort 90,4 „Denn
tausend Jahre sind vor dir wie der Tag, der gestern vergangen
ist“ willkürlich in 1. Mose 1 wie in eine mathematische
Formel eingesetzt. (In Psalm 90 und ebenso in 2. Petrus 3,8
geht es um Gott als den Ewigen, der keinem Zeitablauf unterliegt.)
Diese Bibelmathematik erbringt zwar die evolutiv gewünschte
Zeitdehnung von 1 : 365 000, aber sie ist als unbiblisch zu
verwerfen. Mit gleicher Berechtigung könnte dies dann auch
auf Matthäus 27,63 angewandt werden, so dass unversehens
daraus würde: „Nach 3000 Jahren werde ich auferstehen.“
Jesus aber ist am dritten Tage auferstanden, genau so, wie er
es gesagt hat. Es ist von Kritikern oft der Einwand gebracht
worden, der Glaube, dass Gott die Schöpfung in sechs Tagen
ausgeführt habe, sei nicht heilsnotwendig. Darauf pflege
ich zu fragen: Glauben Sie, dass Jesus nach drei Tagen auferstanden
ist? Dies wird von den Fragern meist bejaht. So folgere ich
weiter: Es ist für mich auch nicht heilsnotwendig, dass
der Herr nach drei Tagen auferstanden ist. Warum aber machen
wir solche Unterschiede mit derselben Bibel? Das eine glauben
wir, und dem anderen vertrauen wir nicht? Weitere Argumente
für die Schöpfungswoche und Einwände gegen die
willkürliche Umdeutung der Schöpfungstage in Zeitepochen
sind ausführlich in [G2, 13-55] behandelt. |
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