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| FS6: ... altertümliche Weltbildvorstellungen in der Bibel!? |
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AS6:
Die Bibel verwendet keineswegs Weltbilder der damaligen
Zeit (siehe auch B59, S. 149-151). Es ist umgekehrt: Die liberale
Theologie interpretiert in die biblischen Texte die Vorstellungen
des Alten Orients hinein. Mit einem solchen der Bibel unterstellten
Weltbild arbeitet A. Läpple, wenn er
ihre Entstehung als rein menschliches Wollen ansieht:„Die
Erde dachte man sich als runde, flache Scheibe. Sie
nimmt den Mittelpunkt der Schöpfung ein und wird
von den unteren Wassern umflossen, der Urflut oder
dem Urozean … Über die Erdscheibe spannt
sich als Überdachung das Firmament, an dem Sonne,
Mond und Sterne gleich Lampen angebracht sind. Über
dem Firmament befinden sich die ,oberen Wasser‘,
die durch Fenster oder Schleusen als Regen auf die
Erde strömen können.“ („Die
Bibel – heute“, München, S. 42) Nur wenige Verse der Bibel reichen aus, um solche Voreinstellungen
zu entkräften und um zu zeigen, wie wirklichkeitstreu biblische
Aussagen waren, bevor die heute nachgewiesene Gestalt
der Erde allgemeine Erkenntnis war:
In Hiob 26,7 lesen wir: „Er spannt den Norden aus über
der Leere, hängt die Erde auf über dem Nichts“ (Elberfelder Übers.). Die Erde schwimmt weder
auf einem Urozean noch ist sie auf eine feste Unterlage gestellt,
vielmehr schwebt sie frei in einem sie umgebenden Hochvakuum.
Auch über die Erdgestalt äußert sich die Bibel
in direkten und indirekten Bezügen, obwohl dies nicht die
primäre Mitteilungsabsicht ist: „Er ist es, der da
thront über dem Rund (hebr. chug = Kreis oder
Kugel) der Erde“ (Jes 40,22; Menge).
Die sphärische Gestalt der Erde kommt auch deutlich zum
Ausdruck in den Texten zur Wiederkunft Jesu. Da der Herr plötzlich (Mt 24,27) und für alle Menschen gleichzeitig sichtbar (Offb 1,7) erscheinen wird, ist es bei seinem Kommen
für die Menschheit auf der einen Erdhälfte Tag und
für die auf der entgegengesetzten Seite Lebenden Nacht.
Genau das bringt der Text in Lukas 17,34+36 als Nebeneffekt
zum Ausdruck: „In derselben Nacht werden zwei
auf einem Bette liegen; einer wird angenommen, der andere wird
verworfen werden. Zwei werden auf dem Felde sein; einer wird
angenommen, der andere wird verworfen werden.“ Die gleichzeitig
auf der Erde gegebene Tag- bzw. Nachtsituation ist durch Feldarbeit
bzw. Nachtruhe markiert und hängt nur davon ab, an welcher
Position der rotierenden Erde man sich dann gerade befindet.
Auch Sacharja (Kap. 14,7) bezeugt das Kommen des Herrn nicht
im Weltbilddenken seiner Zeit, sondern wirklichkeitsgetreu:
„Und wird ein Tag (= Datum) sein, der dem Herrn bekannt
ist, weder Tag noch Nacht (= dann sind Tag und Nacht aufgehoben);
und um den Abend wird es licht sein.“ |
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