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| FH9: Kind in die Welt setzen, wenn die Möglichkeit,
dass es verlorengeht, 50% beträgt? |
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AH9:
Viele Ehepaare möchten angesichts der zunehmenden
Umweltverschmutzung oder der drohenden Kriegsgefahr bei dem
heutigen weltweiten Rüstungspotential keine Kinder mehr
in die Welt setzen. In den alten Bundesländern der Bundesrepublik
Deutschland haben wir derzeit eine negative Wachstumsrate, so
dass die Bevölkerung bis zum Ende des Jahrtausends um zwei
Millionen von 61 auf 59 Millionen schrumpft. Eine andere Sichtweise
vermittelt Luther mit der Antwort auf die bekannte
Frage, was er tun würde, wenn morgen die Welt unterginge:
„Ich würde ein Apfelbäumchen pflanzen.“
Die eingangs gestellte Frage bringt ein großes Verantwortungsbewusstsein
zum Ausdruck, das die Ewigkeit nicht nur im Auge behält,
sondern ihr Priorität vor allen vordergründigen Beweggründen
einräumt. Zur Beantwortung sind zwei Einzelfragen zu klären:
Was sagt uns die Bibel über die Kinderzahl, und wie beantwortet
sie die Frage der Rettung unserer Kinder. Nach der Schöpfungsordnung
Gottes sind wir als Mann und Frau geschaffen. Der erste von
Gott erteilte Auftrag an den Menschen lautete: „Seid fruchtbar
und mehret euch!“ (1 Mo 1,28); dieser ist nie aufgehoben
worden. Die Fähigkeit, zu zeugen und Kinder zu gebären,
ist ebenso eine göttliche Gabe an den Menschen wie die
Kinder selbst: „Siehe, Kinder sind eine Gabe des Herrn,
und Leibesfrucht ist ein Geschenk“ (Ps 127,3). Kinderreichtum
wird als besonderer Segen gedeutet: „Wohl dem, der seinen
Köcher derselben (mit Kindern) voll hat“ (Ps 127,5).
„Deine Frau wird sein wie ein fruchtbarer Weinstock drinnen
in deinem Hause, deine Kinder wie Ölzweige um deinen Tisch
her. Siehe, also wird gesegnet der Mann, der den Herrn fürchtet“
(Ps 128,3-4). Gott schenkt uns nicht nur die Kinder (1 Mo 33,5),
es ist ihm auch ein großes Anliegen, dass sie zu ihm hin
erzogen werden:„So
fasset nun diese Worte zu Herzen und in eure Seele
… und lehret sie eure Kinder, dass du davon
redest, wenn du in deinem Hause sitzest oder auf dem
Berge gehst, wenn du dich niederlegst oder wenn du
aufstehst“ (5 Mo 11,18-19). Wenn wir diesen Ratschlag Gottes befolgen, wird die Frucht nicht
ausbleiben: „Wie man einen Knaben gewöhnt, so lässt
er nicht davon, wenn er alt wird“ (Spr 22,6). So dürfen
wir getrost Kinder haben, denn bei solcher Erziehung finden
sie zum Glauben und werden gerettet. Es gilt die große
Verheißung Gottes: „Ich liebe, die mich lieben;
und die mich frühe suchen, finden mich“ (Spr 8,17).
Gott hat eine besondere Vorliebe für die Jugend, die sich
zu ihm wendet: „Ich gedenke noch an die jugendliche Zuneigung,
an die Liebe deiner Brautzeit, da du mir nachzogest in der Wüste,
in einem unbekannten Lande“ (Jer 2,2).
Als Gläubige dürfen wir getrost Kinder in die Welt
setzen, denn die Möglichkeit, dass sie verlorengehen, ist
keineswegs 50 :50; Gottes Verheißung steht über ihnen,
wenn wir sie biblisch prägen. Die Erfahrung vieler gläubiger
Ehepaare belegt, dass die Kinder auch den Weg des Glaubens fanden,
wenn sie von klein auf biblisch unterwiesen wurden. |
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