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| FG6: Hat nicht Gott schuld an allem? |
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AG6:
Als Gott den Adam nach dem Sündenfall zur Rechenschaft
zog, verwies dieser auf Eva: „Die Frau, die du mir zugesellt
hast, gab mir von dem Baum“ (1 Mo 3,12). Als Gott dann
die Frau ansprach, wies auch Eva von sich weg: „Die Schlange
betrog mich also, dass ich aß“ (1 Mo 3,13). Bezüglich
unserer Schuld haben wir ein merkwürdiges Verhalten: Wir
weisen immer von uns ab, bis wir letztlich Gott zum Schuldigen
erklären. Nun aber geschieht das Unvorstellbare: In Jesus
nimmt Gott alle Schuld auf sich: „Denn Gott hat den (=
Jesus), der von keiner Sünde wusste, zur Sünde gemacht“
(2 Kor 5,21). Das Gericht Gottes über die Sünde der
Welt entlädt sich auf den Sohn Gottes. Ihn trifft der Bannstrahl
mit voller Schärfe; das ganze Land verfinstert sich für
drei Stunden, er ist wirklich von Gott verlassen. „Er
hat sich selbst für unsere Sünden gegeben“ (Gal
1,4), damit wir frei ausgehen können. Das ist das Manifest
der Liebe Gottes. Eine bessere Botschaft als das Evangelium
gibt es nicht. |
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