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| FG18: Einer meiner Freunde sagte, Jesus habe nie existiert.
Wie antworten Sie auf eine solche Frage? |
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AG18:
Es gibt heute immer noch viele Leute, die behaupten,
Jesus habe niemals existiert, er sei nur eine mythische
Gestalt gewesen.
Bertrand Russell drückt es so aus: »Ich möchte sagen,
daß es nicht um die historische Frage geht. Historisch ist es
sehr zweifelhaft, ob Christus überhaupt jemals existiert hat,
und wenn, dann wissen wir nichts über ihn, daher interessiert
mich die historische Frage, die eine sehr schwierige
ist, nicht. Ich beschäftige mich mit dem Christus, wie er in
den Evangelien erscheint« (Why I am not a Christian, S. 11,
Anm. 8).
Doch diejenigen, die einen solchen Vorwurf machen,
sind sicher keine Historiker, sondern zeigen eine überraschende
Ignoranz der Tatsachen.
Das Neue Testament umfaßt 27 verschiedene Dokumente,
die im ersten Jahrhundert nach Christus geschrieben
wurden. Diese Schriften enthalten die Geschichte vom
Leben Jesu und den Anfängen der christlichen Kirche von
ungefähr 4 v.Chr. bis in die neunziger Jahre des ersten Jahrhunderts.
Die Tatsachen wurden von Augenzeugen festgehalten,
die ein Zeugnis aus erster Hand ablegten für das, was sie
gesehen und gehört hatten. »Was von Anfang an war, was
wir gehört haben, was wir mit unseren Augen gesehen,
was wir geschaut und was unsere Hände angefaßt haben,
davon verkünden wir: das Wort des Lebens« (1. Joh. 1,1).
Darüber hinaus wird die Existenz Jesu von dem jüdischen
Historiker Flavius Josephus bezeugt, der im Jahre 37
n.Chr. geboren ist: »Nun gab es zu ungefähr dieser Zeit
Jesus, einen weisen Mann, wenn es denn rechtmäßig ist,
ihn einen Mann zu nennen, denn er vollbrachte wunderbare Werke – ein Lehrer solcher Männer, die die Wahrheit
mit Freude empfangen. Er zog sowohl viele der Juden als
auch viele der Heiden an.
Er war (der) Christus; und als Pilatus ihn, auf den Vorschlag
unserer führenden Männer hin, zum Kreuz verurteilt
hatte, haben ihn die, die ihn liebten, nicht vergessen,
denn er erschien ihnen am dritten Tag lebendig, wie die
göttlichen Propheten diese und zehntausend andere wunderbare
Dinge über ihn vorausgesagt hatten; und der
Stamm der Christen, nach ihm so genannt, ist bis heute
nicht ausgestorben« (Jüdische Altertümer, XVIII,III).
Obwohl dieser Abschnitt bestritten worden ist, wegen
seines Hinweises auf Jesus als Christus und auf seine Auferstehung
von den Toten, so steht doch die Tatsache seiner
Existenz nicht in Frage.
Cornelius Tacitus (112 n.Chr.), ein römischer Historiker,
der über die Regierungszeit Neros schrieb, erwähnt Jesus
Christus und die Anwesenheit von Christen in Rom (Annales;
XV,44). Tacitus erwähnt das Christentum an anderer
Stelle, in seinen Historiae, in Zusammenhang mit dem Brand
des Tempels in Jerusalem im Jahre 70 n.Chr. Das ist von
Sulpicius Severus überliefert worden (Chronik 30,6).
Weitere Hinweise auf Jesus oder seine Anhänger finden
sich beispielsweise bei dem römischen Historiker Sueton
(120 n.Chr.) in Leben des Claudius, 25.4, und Leben der Caesaren,
26.2, und bei Plinius dem Jüngeren (112 n.Chr.) in seinen
Briefen; X.96.
Dieses Zeugnis, sowohl von Christen als auch von Nichtchristen,
ist mehr als ausreichend, um jede Idee, Jesus habe
niemals tatsächlich existiert, zu begraben. Im Licht der Beweise
ist es absurd, eine solche Ansicht zu vertreten. Wir
wissen mehr über das Leben Jesu als über irgendeine andere
Gestalt der Antike. Seine Geburt, sein Leben und sein
Tod werden ausführlicher enthüllt als die meisten Personen
des Altertums, deren Existenz von den Historikern als
erwiesen hingenommen wird.
Nachdem er die Beweise für das Leben Christi in zeitgenössischen
Quellen außerhalb des Neuen Testaments überprüft
hatte, kam Roderic Dunkerley zu dem Schluß: »In
keinem dieser unterschiedlichen Zeugnisse für die Tatsächlichkeit
Christi, findet sich der geringste Hinweis oder Gedanke,
er sei keine reale historische Person gewesen.
Es ist sogar behauptet worden – und ich denke mit
Recht – daß die Mythen-Theorien über die Anfänge des
Christentums moderne spekulative Hypothesen sind, motiviert
durch unvernünftiges Vorurteil und Abneigung. »Es
würde niemals jemandem in den Sinn kommen«, sagt
Merezhovsky, »zu fragen, ob Jesus gelebt habe, wenn der
Geist vor der Frage nicht durch den Wunsch verdunkelt
worden wäre, er möge nicht gelebt haben« (Roderic Dunkerley,
Beyond the Gospels, D.29,30). |
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