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| FB4: Gibt es heute noch neue Botschaften als Ergänzung zur Bibel? |
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AB4:
Wir müssen zwei Redeweisen Gottes unterscheiden: die für
alle Menschen in gleichem Maße gültige Bibel und die individuelle
Führung Gottes im Leben des einzelnen.
1. Ergänzungen zur Bibel? Parallel mit der Entstehung der biblischen
Schriften durch von Gott berufene und von ihm autorisierte Männer
(z. B. Jer 1,5; Gal 1,12) treten auch falsche Propheten mit eigenmächtigen
Botschaften auf. Auf die auch uns bewegende Frage „Wie kann ich
merken, welches Wort der Herr nicht geredet hat?“ (5 Mo 18,21)
gibt Gott als Antwort ein entscheidendes Kriterium zur Prüfung
der Wahrheit:„Wenn
der Prophet redet in dem Namen des Herrn, und es wird nichts
daraus und es kommt nicht; das ist das Wort, das der Herr
nicht geredet hat; der Prophet hat’s aus Vermessenheit
geredet“ (5 Mo 18,22). Auch in der Bergpredigt warnt Jesus vor den falschen Propheten und nennt
uns ebenso die Kennzeichen ihrer Identifizierung:„Sehet
euch vor vor den falschen Propheten, die in Schafskleidern
zu euch kommen, inwendig aber sind sie reißende Wölfe.
An ihren Früchten sollt ihr sie erkennen. Kann man auch
Trauben lesen von den Dornen oder Feigen von den Disteln?“
(Mt 7,15-16). Der Apostel Johannes weist nicht minder eindringlich auf die Gefahr
hin: „Viele Verführer sind in die Welt hinausgegangen. Wer
weitergeht und bleibt nicht in der Lehre Christi, der hat Gott nicht“
(2 Joh 7+9).
Nur die Bibel ist von Gott offenbart. Im Letzten hat Gott durch seinen
Sohn geredet (Hebr 1,1), und es wird nun keine zusätzlichen Offenbarungen
mehr geben (Offb 22,18). Dem Wort der Bibel ist danach nichts mehr hinzuzufügen.
Schon Petrus warnt zu seiner Zeit vor „verderblichen Sekten“
(2 Petr 2,1), die mit eigenen Lehren die Menschen zur Verdammnis führen.
Die Zutaten und Entstellungen der Bibel von Joseph Smith (Buch
Mormon der Mormonen) Jakob Lorbeer (Freunde der Neuoffenbarung),
Ch. T. Russel (Jehovas Zeugen), M. Baker Eddy
(Christliche Wissenschaft) u.a. sind keine göttlichen Botschaften,
sondern bedauerliche Irrwege falscher Lehrer und Verführer. Gott
gibt keine zusätzlichen Offenbarungen, sondern nur neues Licht
über das, was er uns schon längst im AT und NT mitgeteilt
hat. So bleibt die Bibel die einzige verbindliche Informationsquelle
und die alleinige Messlatte, an der alles zu prüfen ist. Auch Zitate
heutiger Zeitgenossen mit der einleitenden Autorisierungsformel „Der
Herr hat mir gesagt …“ bedürfen wegen des oben Dargelegten
einer strengen Prüfung.
2. Individuelle Führung Gottes: Oft wünschten wir uns ein
direktes Reden Gottes in einer bestimmten Situation. Gott könnte
es tun, aber es ist nicht seine Methode. Martin Luther, John
Wesley, Hudson Taylor oder Billy Graham waren
bzw. sind bedeutende Gottesmänner und haben Aussergewöhnliches
ausgerichtet. Sie haben sich auf Gottes Wort berufen und empfingen von
dort Impulse ihres segensreichen Wirkens. Unser Gebet „Weise mir,
Herr, deinen Weg“ (Ps 86,11) erbittet Gottes Handeln in unserem
Leben. Das ist erfahrbar und erst im Nachhinein eindeutig als Wirken
Gottes erkennbar, aber es geschieht lautlos ohne hörbare Stimme
Gottes. |
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