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| FB33: Bestanden die Tage in 1. Mose 1 aus 24 Stunden oder einem langen Zeitraum? |
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AB33:
Ob die sechs Tage im 1. Buch Mose Sonnentage waren,
wie wir sie kennen, oder längere Zeiträume, das ist eine
Debatte mit langer Geschichte.
Viele Wissenschaftler verweisen auf Fossilien und geologische
Daten als Beweis dafür, daß die Erde Millionen
Jahre alt ist, so ist eine der Ansichten die Zeitalter-Tag-Theorie,
die versucht, den Bericht des 1. Buches Mose mit gängiger wissenschaftlicher Theorie zu harmonisieren, indem
sie annimmt, daß die sechs Tage eher lange Zeitalter waren
und keine buchstäblichen vierundzwanzig Stunden.
Die Argumente, die verwendet werden, um die Vorstellung
zu stützen, daß die Tage vielleicht aus Millionen von
Jahren bestanden, basieren auf den fossilen und geologischen
Beweisen, die von den Evolutionswissenschaftlern
als genau angenommen werden und auf der Interpretation
des 1. Buches Mose selbst.
Die Anhänger dieser Betrachtungsweise, die bis in die
Anfänge der christlichen Ära zurückreichen, weisen darauf
hin, daß unmöglich ein Vierundzwanzig-Stunden-Tag
gemeint sein könnte, da von der Erschaffung der Sonne
erst am vierten Tag berichtet wird und so in den ersten drei
Tagen noch keine Sonnentage existieren konnten.
Diese Richtung behauptet auch, da Gott immer noch von
der Schöpfung ausruhe, sei der siebte Tag kein Sonnentag,
was bedeute, daß die anderen es auch nicht sein können.
Außerdem wird das hebräische Wort für Tag, ›jom‹, an anderen
Stellen der Bibel verwendet, um längere Zeiträume
als vierundzwanzig Stunden zu bezeichnen, wie in Psalm
90,4 und 2. Petr. 3,8 und auch in Sacharja 12-14.
Die Gegner der Zeitalter-Tag-Theorie weisen darauf hin,
daß nicht der Bericht des 1. Buches Mose mit der Wissenschaft
harmonisiert werden müsse, sondern die Wissenschaft
mit der Schrift. Die geologischen und fossilen Belege
beweisen nicht endgültig ein Erdalter von Millionen
Jahren und können zum großen Teil durch die Theorie der
scheinbaren Zeitalter erklärt werden.
Diese Theorie besagt, Gott habe alles in voller Reife erschaffen,
mit dem Anschein, daß es die normalen Entwicklungsstadien
durchlaufen habe. Beispiele dafür wären
Adam und Eva, als Erwachsene geschaffen, und der Wein,
den Jesus in Kana schuf, innerhalb eines Augenblicks voll
fermentiert. Das würde das scheinbare Millionenalter der
Erde erklären, während sie in Wirklichkeit erst vor kurzer Zeit (vor sechs- bis zwanzigtausend Jahren) erschaffen
wurde. Manche der fossilen Beweise und geologischen
Daten können auch durch eine weltweite Flut erklärt werden,
die Schichten und Fossilien ablagerte.
Hinsichtlich der Bedeutung von ›jom‹ weisen die Gegner
der Zeitalter-Tag-Theorie darauf hin, daß ›jom‹, wenn
es zusammen mit einer bestimmten Zahl verwendet wird,
in diesem Fall sechs Tage, immer einen Vierundzwanzig-
Stunden-Tag meint. Beispiele dafür wären die vierzig Tage,
die Mose auf dem Berg Sinai verbrachte und die drei Tage,
die Jona in dem großen Fisch war.
Ein zusätzlicher Beweis ist, daß das 2. Buch Mose 20,11
die sechs Tage behandelt. Mehr als siebenhundertmal wird
im Alten Testament der Plural von ›jom‹ verwendet, und
immer sind 24-Stunden-Tage gemeint. Die Beweislast liegt
bei denen, die behaupten, das Wort ›jom‹ könne nicht in
seinem einfachen und natürlichen Sinne verstanden werden.
Zu dem Argument, die ersten drei Tage könnten keine
Sonnentage gewesen sein: Gott könnte die Dinge veranlaßt
haben, so zu funktionieren, wie er es für die späteren
Sonnentage geplant hatte, in Vorbereitung auf die Erschaffung
der Sonne am vierten Tag.
Der Bericht des 1. Buches Mose sagt eindeutig: »es ward
Abend und ward Morgen: ein erster Tag«. Selbst ohne die
Sonne gab es einen Vorgang wie den Sonnentag, der kurz
darauf folgen sollte.
Wenn es auch wahr ist, daß Gott noch immer von der
Schöpfung ruht, so spricht die Schrift doch von dem ruhenden
Gott in der Vergangenheit, nicht in der Gegenwart.
Der siebte Tag dauert nicht an, sondern war eine bestimmte
Zeit in der Vergangenheit, als er »aufhörte zu erschaffen
«.
Viele Gegner der Zeitalter-Tag-Theorie vertreten die
Theorie des Vierundzwanzig-Stunden-Tages und der jungen
Schöpfung, zusammen mit einer weltweiten Flut und der Theorie der scheinbaren Zeitalter, um die fossilen und
biologischen Belege zu erklären. Wie diese Widerlegung
der Zeitalter-Tag-Theorie und andere Beweise zeigen, gibt
es keinen überzeugenden Grund dafür, die Auffassung vom
Sonnentag und der jungen Schöpfung aufzugeben. |
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