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| FB3: Was ist an der Bibel anders als bei allen sonstigen Büchern
der Weltliteratur? |
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AB3:
Die Bibel unterscheidet sich in mehrfacher Hinsicht grundlegend
von allen sonstigen Büchern der Weltgeschichte, so dass
sie ein einzigartiges, einmaliges und unvergleichliches Werk
darstellt:
1. Trotz über 1000-jähriger Entstehungsdauer weist
die Bibel eine einzigartige Kontinuität auf: Die Bibel
wurde in einer Zeitspanne von über 1500 Jahren von etwa
45 Schreiber unterschiedlicher Herkunft und Berufe geschrieben.
Hierzu gehören z. B. der Universitätsabsolvent Mose,
der militärische Oberbefehlshaber Josua, der Ministerpräsident
Daniel, der Mundschenk Nehemia, der König David, der Hirte
Amos, der Fischer Petrus, der Zöllner Matthäus, der
Arzt Lukas und der Zeltmacher Paulus. Die Bibelteile entstanden
mitunter an ungewöhnlichen Orten, wie in der Wüste
(Mose), im Kerker (Jeremia), im Palast (Daniel), auf Reisen
(Lukas) oder in der Verbannung (Johannes) und bei allen nur
denkbaren Gemütsverfassungen der Schreiber, wie Freude
und Liebe, Angst und Sorge, Not und Verzweiflung. Trotz der
sonst nirgends anzutreffenden Spannweite von 60 Generationen
hinsichtlich ihrer zeitlichen Entstehung und der unterschiedlichen
Gesellschaftsschichten ihrer Autoren ist die Bibel von einer
einheitlichen, fein aufeinander abgestimmten Thematik. Die Schreiber
behandeln Hunderte von Themen mit besonders auffälliger
Harmonie und Kontinuität. Würden Menschen ohne das
Wirken Gottes aus so weit entlegenen Zeitepochen und mit so
divergierenden Persönlichkeitsstrukturen eine solche Themenspanne
bearbeiten, so wäre erfahrungsgemäß keine Einheit
zu erwarten. Insbesondere zieht sich die biblische Lehre über
Gott sowie seine Heilsgeschichte mit den Menschen wie ein roter
Faden durch die ganze Bibel.
2. Die Bibel enthält eine so weite Palette literarischer
Gattungen wie sie in keinem anderen Buch anzutreffen ist (siehe Satz B58 im Anhang, Teil I). Hingegen fehlen diejenigen
Textarten, die nicht der Wahrheit verpflichtet sind wie z. B.
Märchen, Legende und Sage. Ebenso wenig findet man solche
Über- oder Untertreibungen, wie wir sie von Satiren, Glossen,
Heldenreden oder Komödien kennen.
3. Die Bibel ist von einer beachtenswerten Vielseitigkeit
geprägt. Sie ist zugleich Glaubens-, Gesetz- und Geschichtsbuch.
Sie liefert die Grundlagen zahlreicher Wissensgebiete und enthält
tausenderlei Lebensregeln für die verschiedensten Situationen.
Sie ist der beste Eheberater und beschreibt, wie wir uns zu
Eltern und Kindern, zu Freunden und Feinden, zu Nachbarn und
Verwandten, zu Fremden, zu Gästen und Glaubensgenossen
verhalten sollen (ausführlicher in Frage FL3 behandelt).
Sie spricht über die Herkunft dieser Welt und allen Lebens,
über das Wesen des Todes und über das Ende der Welt.
Sie zeigt uns das Wesen Gottes, des Vaters, seines Sohnes Jesus
Christus und die Wirkungen des Heiligen Geistes.
4. Die Bibel ist das einzige Buch mit ausschließlich
zuverlässigen prophetischen Aussagen. Diese sind göttlichen
Ursprungs (1 Sam 9,9; 2 Sam 24,11; 2 Petr 1,20-21) und darum
auch in keinem anderen Buch der Weltgeschichte zu finden (auch
nicht im Koran oder in den Aufzeichnungen des französischen
Okkultisten Nostradamus). Die Zeitspannen zwischen
Niederschrift und Erfüllung sind so groß, dass auch
strengste Kritiker nicht einwenden könnten, die Prophetien
seien erst gegeben, nachdem die Ereignisse schon eingetreten
waren (ausführlicher in [G1, 118-148]).
5. Der zeitliche Aussagerahmen der Bibel findet nirgends
seinesgleichen. Die Bibel erstreckt sich in ihren Aussagen
vom Anfangspunkt der physikalischen Zeitachse (Schöpfung)
bis zu ihrem Endpunkt (Offb 10,6b) hin. Kein sonstiges Buch
vermittelt etwas Gewisses über den Beginn der Zeit und
vermag die Ereignisse um den Endpunkt der Zeitachse zu beschreiben.
Darüber hinaus spricht die Bibel von der Ewigkeit, jener
Wirklichkeit, in der unsere einengenden Zeitgesetze keine Gültigkeit
mehr haben.
6. Keine Aussage der Bibel hat sich als falsch erwiesen.
Nie mussten wissenschaftliche Bezüge der Bibel aufgrund
von Forschungsergebnissen revidiert werden. Hingegen gibt es
zahlreiche Beispiele dafür, dass naturwissenschaftliche
Beschreibungen in der Bibel erst etliche Jahrhunderte nach ihrer
Niederschrift durch die Forschung bestätigt wurden (z.B.
Zahl der Sterne: [G7, 15-23]; Gestalt der Erde: [G1, 59-60]).
7. Kein sonstiges Buch beschreibt den Menschen so realistisch
wie die Bibel. Es gibt keine komödienhaften Übertreibungen,
keine retuschierten Biographien und kein glorifizierendes Heldentum,
das die negativen Seiten der Menschen verbirgt oder verschleiert.
So bleiben in der Bibel die Sünden der Erzväter (1
Mo 12,11-13), der Ehebruch Davids (2 Sam11) und die Unordnung
in den Gemeinden (1 Kor 1,11; 2 Kor 2,1-4) nicht unerwähnt.
8. Wie kein anderes Buch erfasst die Bibel zukünftige
Erscheinungen, die bei damaligem Wissensstand kein Mensch erahnen
konnte (z. B. Spacelabs, Orbitalstationen: Ob 4) und schließt
in ihre Lehre Situationen ein, die erst viele Jahrhunderte später
aufgetreten sind (z.B. Drogenkonsum: 2 Kor 6,16-17; Gentechnologie:
siehe Frage FL10).
Schon diese acht genannten Besonderheiten weisen die Bibel als
ein herausragendes Buch aus, dem kein anderes auch nur annähernd
vergleichbar wäre. Der Historiker Philip Schaff beschreibt die Einzigartigkeit der Schrift und den, über
den sie spricht, sehr treffend:
„Dieser
Jesus von Nazareth besiegte ohne Geld und Waffen mehr
Millionen Menschen als Alexander, Cäsar,
Mohammed und Napoleon; ohne Wissenschaft
und Gelehrsamkeit warf er mehr Licht auf göttliche
und menschliche Dinge als alle Philosophen und Gelehrten
zusammen; ohne rhetorische Kunstfertigkeit sprach
er Worte des Lebens, wie sie nie zuvor oder seither
gesprochen wurden und erzielte eine Wirkung wie kein
anderer Redner oder Dichter. Ohne selbst eine einzige
Zeile zu schreiben, setzte er mehr Federn in Bewegung
und lieferte Stoff für mehr Predigten, Reden,
Diskussionen, Lehrwerke, Kunstwerke und Lobgesänge
als das gesamte Heer großer Männer der
Antike und Moderne.“ J. McDowell: Die Bibel im Test, S. 54) Wenn auch die Bibel hinsichtlich der Zahl ihrer Wörter
und Buchstaben exakt erfassbar ist (z. B. englische King
James Version: 783 137 W. und 3 566 480 B.), so ist doch
die Fülle ihrer Gedanken unzählbar. Kein Menschenleben
reicht aus, um den kompletten Gedankenschatz zu heben (Ps 119,162).
Die Bibel können wir darum als einziges Buch beliebig oft
lesen, ohne dass sie langweilig wird. Mit jedem Lesen erschließen
sich neue Gedankengänge und Querverbindungen zu anderen
Texten. Wir kommen zu einer wichtigen Schlussfolgerung: Die
Bibel ist das einzige göttliche Buch. Ihre Wahrheit ist
von Gott verbürgt und autorisiert (Ps 119,160; Joh 17,17). |
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