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| FB22: Waren die biblischen Wunder Zaubertricks, die die einfachen, primitiven Menschen täuschten?
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AB22:
Es wird oft behauptet, die Menschen, die zu biblischen
Zeiten lebten, seien einfältiger und abergläubischer gewesen
als der moderne Mensch, und daß sie so verleitet
werden konnten, die wunderbaren Geschichten zu glauben,
die die Bibel enthält.
Heute, so sagt man, leben wir in einem wissenschaftlichen
Zeitalter und sind über diesen Aberglauben hinausgewachsen,
weil wir die geistige Fähigkeit entwickelt haben
zu erkennen, daß diese Wunder abergläubische Mythen
sind und keine paranormalen Phänomene. Eine genaue
Untersuchung des Beweises wird zeigen, daß diese
Berichte keine abergläubische Reaktion auf einen gerissenen
Schwindler sind. Die Reaktion auf die Wundertaten
Gottes verraten dieselbe Überraschung und Angst, die der
moderne Mensch empfinden würde, wäre er in dieselbe
Situation versetzt.
Die Menschen, die zur Zeit Jesu lebten, wußten sicher,
daß blindgeborene Männer nicht plötzlich ihr Augenlicht
gewinnen (Joh. 9,32), daß fünf Laibe Brot und einige Fische
nicht 5.000 Menschen satt machen (Joh. 6,14) oder daß
Menschen nicht auf dem Wasser gehen können (Matth.
14,26).
Der ungläubige Thomas sagt: »Wenn ich nicht die Male
der Nägel an seinen Händen sehe und wenn ich meinen
Finger nicht in die Male der Nägel und meine Hand nicht
in seine Seite lege, glaube ich nicht« (Joh. 20,25). Er weigerte
sich, das Zeugnis für das unglaubliche Geschehen der
Auferstehung zu akzeptieren, aber er änderte seine Meinung,
als er dem auferstandenen Christus Auge in Auge gegenüberstand. So erwartet man von uns ebensowenig
wie von den Menschen der biblischen Zeit, das Lächerliche
zu glauben.
Die damals lebenden Menschen waren nicht weniger
skeptisch als wir heute. Es war die unabwendbare, unausweichliche,
die unwiderlegbare Tatsache, die sie veranlaßte
zu glauben. Die natürliche Ordnung wurde gestört,
wenn ein Wunder geschah. Es ist nur der Skeptizismus des
modernen Menschen, der ihn leugnen läßt, daß Wunder
geschehen sind. |
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