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| FB1: Wie können Sie sagen, dass die Bibel von Gott ist und dass alles wahr ist? |
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AB1:
Wir wollen hier die Frage nach der biblischen Wahrheit an einem
ausgewählten Beispiel zeigen, das den Vorteil hat, mathematisch
nachvollziehbar zu sein. Die Bibel enthält 6408 Verse mit
prophetischen Angaben, von denen sich 3268 bisher so erfüllt
haben, während die restlichen Prophetien noch zukünftige
Ereignisse betreffen. Keine Voraussage ist verändert eingetroffen.
Das gibt es in keinem anderen Buch der Weltgeschichte. Hier
haben wir einen – auch mathematisch ausdrückbaren
– Wahrheitsgehalt vor uns, der nirgends seinesgleichen
hat. Wir wollen nun die Frage stellen, ob es möglich ist,
dass sich so viele Prophetien zufällig erfüllen können,
d. h., ob ihr Eintreffen ohne das Wirken Gottes erklärbar
ist. Dazu werden wir uns nun der Wahrscheinlichkeitsrechnung
bedienen. In dem folgenden Berechnungsmodell wird nicht berücksichtigt,
dass manchmal mehrere Verse der Bibel dazu dienen, eine einzige
Prophetie zu beschreiben und zum anderen ein Vers auch mehrere
Prophetien enthalten kann. Ebenso geht der Tatbestand, dass
manche prophetische Aussage mehrfach erwähnt wird, nicht
in die Rechnung ein. Diese Modellvereinfachung wird jedoch durch
den folgenden Ansatz für die Grundwahrscheinlichkeit bei
weitem ausgeglichen.
Nimmt man die sehr hohe Grundwahrscheinlichkeit von p = 0,5
für die zufällige Erfüllung einer Einzelprophetie
an, so lässt sich die Gesamtwahrscheinlichkeit w für die 3268 bisher erfüllten Prophetien mathematisch
exakt errechnen. Diese beträgt w = 2–3268 = 1,714 · 10–984. Die prophetischen
Aussagen sind derart, dass das Eintreten des jeweilig beschriebenen
Ereignisses mathematisch mit 1 : 1000 bis 1 zu mehreren Millionen
anzusetzen wäre. Mit dem Ansatz 1:2 (= 0,5) liegen wir
damit auf der absolut sicheren Seite. Zum Zahlenvergleich für w wollen wir einige ausgedachte Lottosysteme betrachten.
Wenn die Wahrscheinlichkeit für einen Volltreffer im kommerziellen
Zahlenlotto „6 aus 49“ – d. h. aus 49 Feldern
mit fortlaufender Nummerierung – etwa 1 : 14 Millionen
beträgt, so wollen wir die Frage stellen: Auf wie viel
Felder dürfte ein zweiter Lottoschein erweitert werden,
bei dem ebenfalls 6 richtige Zahlen für einen Volltreffer
zu benennen sind, um gerade auf jene Wahrscheinlichkeit zu kommen,
die sich für die zufällige Erfüllung von 3268
Prophetien ergäbe? Was würden wir schätzen?a)
die Größe einer Tischtennisplatte?
Auf einer Fläche von A=1,525 · 2,74 m2 = 4,1785 m2 sind L=167
140 Einzelfelder von der Größe, wie sie
auf einem handelsüblichen Lottoschein anzutreffen
sind, möglich.
b) die Größe eines Fußballfeldes?
Bei A=7350 m2 sind L=459
375 000 Einzelfelder möglich.
c) oder gar die Oberfläche der gesamten Erdkugel?
Bei A=510 Mill. km2 sind L=31,3653 · 1018 Einzelfelder möglich,
wobei 1018 eine Trillion oder eine Million
Billiarden bedeutet. Rechnet man die Wahrscheinlichkeiten aus, um bei L durchnummerierten Feldern sechs Richtige zu ziehen, so ergeben sich für die obigen Flächen folgende Werte:a)
w = 1 : 0,4 · 1030 (bzw.
2,5 · 10–30)
b) w = 1 : 1,3 · 1049 (bzw.
7,69 · 10–50)
c) w = 1 : 1,3 · 10114
(bzw. 7,69 · 10–115) Wir sehen anhand der Zahlen für w, dass die Vergleiche
a) bis c) völlig unzureichend sind. Das mathematische Ergebnis
für die Felderzahl ist geradezu atemberaubend! Wir müssten
zu ihrem Größenvergleich die Gesamtzahl aller Atome
des Universums zu Hilfe nehmen, und diese ist mit 1080 selbst nicht mehr vorstellbar. Es ist eine 1 mit 80 Nullen oder
die Zahl 10 Milliarden achtmal mit sich selbst multipliziert.
Auf die errechnete transastronomische Zahl von 2,74 · 10164 Feldern jenes Superlottoscheins kommt man allerdings
erst durch einen weiteren, unsere Vorstellungen noch einmal übersteigenden Vergleich: Stellt man sich so viele Universen
gleicher Größe vor wie unser Universum Atome hat,
dann ist die Gesamtzahl der Atome aller dieser gedachten Universen
immer noch um den Faktor 27 400 kleiner als der benötigte
Lottoschein Felder haben dürfte [G1, 139].
Nach den obigen Betrachtungen können wir nur eine vertretbare
Konsequenz ziehen: Die Prophetien sind göttlicher Art,
sie können von keinem Menschen stammen. So führen
uns die Berechnungen zu einem Ergebnis, das Jesus in dem bekannten
Gebet zum Vater (oft fälschlicherweise als „Hohepriesterliches
Gebet“ bezeichnet, obwohl es sich hier nicht um einen
hohepriesterlichen Dienst, d. h. Sühnung der Sünden
des Volkes, handelt) auf die knappe Formel bringt: „Dein
Wort ist die Wahrheit!“ (Joh 17,17). Die Bibel kann somit
nicht von menschlicher Herkunft sein, sondern es gilt: „alle
Schrift ist von Gott eingegeben“ (2 Tim 3,16). Gott benutzte
auserwählte Menschen, denen er die für uns wichtige
Information gab, damit sie diese – ohne dabei ihre Person,
ihr Wesen und ihre Empfindungen auszuklammern – für
uns aufschrieben. Weiteres zu dieser Frage ist in drei Unterkapiteln
im Anhang „Basissätze zur Bibel“ zu finden:
I.1 Zu ihrer Herkunft; I.2 Zu ihrem Wahrheitsgehalt; I.3 Zur
Prüfung ihrer Wahrheit. |
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