Wer Jesus hat, hat das Leben
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ICE-Unglück in Eschede - Ein Helfer berichtetFunke der Hoffnung - ein Helfer berichtet

Ich wohne in dem niedersächsischen Ort Eschede, in dessen Bereich am 3. Juni 1998 der ICE 884 verunglückte. Bald, nachdem ich von diesem Unfall gehört hatte, machte ich mich auf den Weg zur Unglücksstelle. Dort waren in der Zwischenzeit die Hilfskräfte eingetroffen. „Vielleicht kann man irgendwie helfen“, dachte ich, „aber wie?“ Ich hörte, dass in einer Turnhalle ein Seelsorgezentrum für die Betreuung der vielen verzweifelten und suchenden Angehörigen eingerichtet war. Dort gab es die Möglichkeit der Mithilfe.

Ohmacht des Menschen gegenüber dem Leid

Einen Vater traf ich dort, der mit seinem Sohn auf der Suche nach seiner Frau war. Ein letzter Funke der Hoffnung trieb sie. Als sie erfuhren, dass die Ehefrau und Mutter der Familie – sie war erst in Hannover zugestiegen und ca. 50 Kilometer weit gefahren – unter den Vermissten war, lud ich sie zum Übernachten in unser Haus ein. Wir beteten zusammen, sprachen, schwiegen. Ähnliches wiederholte sich, als ich einen Vater mit seiner Tochter aus Süddeutschland traf. Sie suchten ebenfalls nach der Ehefrau und Mutter von vier Kindern.
Bei allen diesen Unterhaltungen wurde mir die Ohnmacht des Menschen gegenüber dem Leid deutlich. Man war geschockt über das, was geschehen war. Aber Anklage oder Ablehnung Gott gegenüber habe ich nicht erlebt, sondern das Gegenteil, eine große Offenheit für Gott. Ein Unglück kann jeden von uns treffen – im Zug, im Auto, auf der Straße. Mir wurde erneut deutlich, was David in 1. Samuel 20,4 sagt: „Nur ein Schritt ist zwischen mit und dem Tod?“ Sind wir vorbereitet auf einen plötzlichen Tod? Sind alle Dinge geordnet zwischen mir und Gott? Oder steht etwas dazwischen?

Geborgenheit über den Tod hinaus

Die Bibel sagt, dass unsere Sünden eine Scheidung gemacht haben zwischen uns und Gott: „Eure Sünden sind zu Scheidewänden geworden zwischen euch und eurem Gott, und eure Sünden verbergen sein Angesicht vor euch, dass er euch nicht erhört!“ (Jesaja 59,2) Gott möchte die Ursache der Scheidung, unsere Sünden, vergeben. Wir sollen sie ihm bekennen: „Da bekannte ich dir meine Sünde und verhehlte meine Missetat nicht; ich sprach: Ich will dem Herrn meine Übertretung bekennen! Da vergabst du mir meine Sündenschuld!“ (Psalm 32,5) und Psalm 51,9-10: „Entsündige mich mit Ysop, so werde ich rein; wasche mich, so werde ich weißer als Schnee! Lass mich hören Freude und Wonne, dass die Gebeine frohlocken, die du zerschlagen hast.“

„Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.“


(Jesaja 43,1) Wir dürfen dann erleben, dass Gott uns annimmt und uns Geborgenheit für diese Zeit und über den Tod hinaus gibt. Auch wenn Leid kommt, Dinge, die wir schwer verarbeiten können, dürfen wir seine Nähe erfahren. Er ruft uns zu:

„Fürchte dich nicht, denn ich habe dich erlöst; ich habe dich bei deinem Namen gerufen, du bist mein.“

(Jesaja 43,1)
Ein Helfer
Schweizerische Traktat-Mission,
Postfach 21,
CH-8410 Winterthur
   
 
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